Kirchenwappen: A für Ammensleben, Schlüssel und Schwert als Symbole der Schutzheiligen
           
 
Kirchenwappen: A für Ammensleben, Schlüssel und Schwert als Symbole der Schutzheiligen

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 Die ehemalige Klosterkirche

  •  Romanischer Kernbau
    Vom Ursprungsbau aus dem 12. Jahrhundert sind noch bedeutende Teile erhalten und prägen das heutige Erscheinungsbild dieser aus Bruchsteinen errichteten, querschifflosen Basilika. Von den ursprünglichen 4 geplanten Türmen wurde lediglich der Nordwestturm fertig gestellt. Während das dreischiffige acht jochige Langhaus aus romanischer Zeit erhalten ist, sind am Chor und am Westbau tief greifende Veränderungen vorgenommen worden.
    Um 1170 wurde der Westteil des südlichen Seitenschiffes durch ein Säulenportal mit einem zweigeteilten Tympanon bereichert. Um das Jahr 1334 wurde die Marienkapelle an der Nordseite des nördlichen Nebenchores errichtet und vermutlich im 15. Jahrhundert die Ursulakapelle angebaut.

 

 

 
  •  Gotischer Umbau
    Während des Umbaus von 1515 bis 1525 erhielt die flach gedeckte Kirche ein Kreuzrippengewölbe. Den Westabschluss der Kirche bilden zwei Türme, von denen der Nordwestturm während des Umbaus verändert wurde. Mit der Säkularisierung im Jahre 1804 verfielen die Klostergebäude und wurden bis auf wenige Gewölbereste des Kreuzganges entfernt.
  •  Jüngere Geschichte
    In der Klosterkirche fanden im Jahre 1965 Restaurierungsarbeiten statt. Der Nordwestturm trägt 1972 schwere Sturmschäden davon. Überführung der Kanzel 1977 aus der Haldenslebener Simultankirche. 1980/81 - Wiederherstellung der nordwestlichen Turmspitze. Weihe der Taufkapelle unter dem Südwestturm im Jahre 1985. Das Kirchengebäude wurde 1991/92 neu eingedeckt. Die Strebebögen wurden im Januar 1993 mit Kupferplatten abgedeckt. 2003/04 erfolgt die Neuverfugung der Außenhaut der Kirche und der Wiederaufbau zweier Strebebögen.
 

 Innenraum der Klosterkirche

  •  Hochaltar
    Der holzgeschnitzte Hochaltar stammt aus dem Jahr 1769. Der Aufbau besteht aus vier im Halbkreis angeordneten Säulen, zwischen und neben denen vier große Heiligenfiguren aufgestellt sind. Die linke äußere Figur stellt Petrus, die rechte äußere Paulus dar. Die mittleren Standbilder zeigen den heiligen Benedikt und seine Schwester Scholastika. Auf den Säulen ruht ein verkröpftes Gebälk, das sich in der Mitte nach oben wölbt. Darüber befindet sich ein mit dem Klosterwappen geschmücktes Postament A für Ammensleben, Schlüssel und Schwert als Symbole der Schutzheiligen, auf dem die Figur Christus mit der Weltkugel als Salvator mundi aufgestellt ist. Das Postament ist von Akanthusranken und Putten umgeben. Das Altarblatt mit einer Kreuzigungsdarstellung von Nikolaus Rosmann aus dem Jahr 1615 wurde nachträglich vergrößert. Jedes Jahr zur Osterzeit wird die Kreuzigung gegen ein Auferstehungsbild ausgewechselt. Auch dieses Kunstwerk stammt von Nikolaus Rosmann.
  •  Kanzel
    Die hölzerne Barockkanzel von 1724 wurde der Pfarrkirche Groß Ammensleben 1977 von der katholischen Gemeinde Althaldensleben aus der dortigen ehemaligen Klosterkirche überlassen.
  •  Memorialtumba
    Unter der Westempore befindet sich eine Memorialtumba, die 1988 bei Grabungsarbeiten im Mittelgang entdeckt wurde, Sie stammt vermutlich aus der Zeit um 1500 und soll an die drei Stifter des Benediktinerordens erinnern. Das Relief auf der Oberseite der Tumba zeigt einen jungen Mann in Ritterrüstung mit Schwert und Zierdegen.
  •  Kreuzkapelle
    Zu den ältesten Teilen der Ausstattung zählen die Reste des Fußbodenbelags, die in der Kreuzkapelle beim Altar zu finden sind. Es handelt sich dabei um drei verschiedene Arten von Tonfliesen, die vermutlich erst später in dieser Zusammenstellung verlegt wurden.
  •  Nikolauskapelle
    In der Nikolauskapelle befinden sich in Nischen in der Apsis zwei beachtliche Sandsteinplastiken der Schutzheiligen der Kirche, Petrus und Paulus, aus dem 15. Jahrhundert.
  •  Marienkapelle
    Bemerkenswert sind auch zwei Sandsteinfiguren aus dem 14. Jahrhundert, die in der Marienkapelle zu beiden Seiten des Altars aufgestellt sind. Sie stellen gekrönte Märtyrerinnen dar. Der Altaraufsatz stammt aus dem Jahre 1748 und wird seitlich von den beiden Schutzheiligen des Magdeburger Doms, St. Mauritius und St. Katharina , flankiert.
  •  Taufkapelle
    In der 1985 eingeweihten Taufkapelle wurde der urnenförmige Alabastertaufstein aus dem späten 18. Jahrhundert aufgestellt.
  •  Grabsteine
    Mehrere der ehemals in den Boden eingelassenen Grabsteine sind heute in der Wand des Chorraumes eingemauert. An der Nordseite ist der Grabstein des 1636 verstorbenen Abtes Kaspar Ulenberg zu sehen. Der mittlere Grabstein an der Chorsüdseite dient dem Andenken an Abt Heinrich Schuckmann.. Der westliche Grabstein ist dem 1608 gestorbenen Abt Ludgerus Huffgen gewidmet. Eine weitere Gedenktafel ist an der Südwand der Marienkapelle angebracht. es handelt sich dabei um ein barockes Epitaph von 1704 für den Abt Placidus Meinders.

Quelle: Denkmal an der Straße der Romanik in Sachsen Anhalt. Große Baudenkmäler Heft 440

 
   

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